Das geliebte Zeitmanagement – Teil 2

 10. Juli. 2017 – Sabrina K. –

Im letzten Blog-Eintrag habe ich euch erzählt, wie ich das Zeitmanagement handhabe, wie ich es verstehe und umsetze. Heute geht es darum, wie ich diese bei einem Shooting umsetze. Es ist immer abhängig davon, welches Shooting es ist, entweder ein Auftrag von einer Firma, die ich betreue oder ein privater Auftrag.

Gehen wir mal von einem privaten Auftrag aus.

Folgendes Szenario:

Der Kunde ruft an, äußert seinen Wunsch, man nimmt ihn in der Regel an, sofern man es zeitlich alles regeln kann und wie geht es dann weiter?

Bevor ich überhaupt an Zeitmanagement denken kann, mache ich als allererstes ein Termin mit dem Kunden aus, um nähere Informationen zu bekommen, damit ich es planen kann. Umso mehr ihr Informationen aus dem Kunden herauskitzeln könnt, desto besser ist es nachher mit der Planung. Also setze ich mich hin und überlege mir Fragen, die ich dem Kunden stellen will und vor allem muss. Das ist gerade im Bereich „Hochzeit“ ein Must-have! Ohne ausführliche Informationen geht gar nichts oder zumindestens nur die Hälfte von dem was ihr eigentlich wisst oder glaubt. Habe ich mir die Fragen notiert, lege ich mein Notizheft weg und mache Pause. Das bewegt sich auch in diesem 2-Stunden-Takt: 2 Stunden arbeite ich durch und mache dann Pause um im nachhinein wieder Kraft und Ideen zu haben. In den meisten Fällen, fällt mir noch eine Frage ein, die ich eventuell stellen kann und notiere sie direkt. An dem Abend vor dem Termin lese ich mir nochmals die Fragen durch und lege mich dann schlafen.

Neuer Tag, der Termin steht an. Ich trinke, sofern mir die Zeit das erlaubt, eine Tasse Kaffee und mache dann auch schon los und lese mir während der Fahrt (nicht beim Auto fahren. ;-)) noch einmal die Fragen durch. Sobald ich beim Kunden war und alle Informationen habe, die ich benötige, fängt auch schon das Zeitmanagement an.

Ich bin ein Fan von Mind-Mapping. Alle Informationen, die ich vom Kunden erhalten habe, trage ich so in den Blasen ein und färbe sie mir mit verschiedenen Markern in Wichtigkeitsstufen ein. So bekomme ich einen Überblick über das Shooting.
Wäre das erledigt, überlege ich mir den möglichen Ablauf, ich sage deswegen „möglichen Ablauf“, da man nie am Anfang weiß, was am Ende wirklich passiert, es sei denn man heißt Uri Geller. 😉

Bei einem Portäit-Shooting ist es einfacher den Ablauf zu planen als eine Hochzeit, so empfinde ich das. Bei einer Hochzeit, hat man einen geplanten und geregelten Ablauf, an dem man sich halten sollte. Da kommt es darauf an, wann das Brautpaar an der Kirche oder an dem Standesamt eintrifft, wann die Trauung ist, was danach passiert und vor allem mittendrin. In dieser Zeitplanung gehört mit eingerechnet:

  • Eventuelle Verspätung des Brautpaares/Gäste
  • Verzögerung der Trauung durch unvorhersehbare Geschehnisse
  • Wünsche der Brautpaares (Vorstellung, genaue Platz-Vorstellungen…)
  • Wetter-Umschwung
  • Gruppenfotos (Stativ-Aufbau, die Aufstellung, Auflockerung)
  • Zeitlich festgelegte Feierlichkeiten an anderen Orten
  • Anreise des Fotografen

Es gibt wahrscheinlich noch weitere Punkte die ich hier jetzt nicht näher erläutere, diese dienen lediglich für die Vorstellung der Planung.
Nun habe ich diese Punkte in mein Zeitmanagement mit eingepflegt.

Steht alles soweit und ich habe noch paar Tage bis zum geplanten Shooting, mache ich gerne das, wonach mir gerade ist. Morgens schalte ich dann einfach das Radio an, setze mich mit einer Tasse Kaffee und meinem Frühstück auf dem Balkon, genieße die ruhige Zeit einfach. Dazu darf auch gerne mal Faulenzen dazugehören. 😀 Ich denke da gar nicht an die Arbeit oder was ansatzweise damit zutun haben könnte. Solche Tage sollte man sich wirklich gönnen und bewusst leben. Mich erdet es unheimlich und löst den Knoten, der dieser Druck mir gibt, unheimlich auf.

Am Vorabend packe ich alles zusammen, was ich für den nächsten Tag benötige.
Lade die Akkus, formatiere die Speicherkarte für die Kamera, lege mir alles bereit und zurecht. Lese mir dann nochmals die Merkzettel durch die ich mir die Tage davor gemacht habe und gehe dann schlafen, damit ich am nächsten Tag gut ausgeruht bin.

Der besagte Tag ist da. Ich gehe nochmal in mich und atme tief ein und aus und dann mache ich mich schon auf dem Weg zum Treffpunkt. Ist das erledigt, gehe ich nach Hause, lege meist die Kamera weg und komme erstmal runter. Am nächsten Tag schaue ich mir die Übersicht an und verschaffe mir einen groben Überblick über die Bilder die ich gemacht habe und bearbeite diese in den nächsten Tagen.

Vielen Dank für’s Lesen.

Eure Sabrina.~